Dicke Bohnen, auch Acker-, Sau- oder Puffbohnen genannt, gehören zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen Europas. Archäologische Spuren führen bis in die Steinzeit zurück. Und im Rom der Kaiserzeit waren sie nicht nur ein beliebtes Essen der armen Bevölkerung. Wer eine Handvoll Bohnenkerne hinter sich warf, wollte so böse Hausgeister vertreiben. Bevor die grünen Bohnen und dann später die Kartoffeln aus Amerika zu uns kamen, waren Dicke Bohnen ein beliebtes und weit verbreitetes Nahrungsmittel. Während wir heute die milchreifen, weichen Kerne genießen, wurden noch im Mittelalter ausschließlich reife Kerne geerntet und zu Gemüsemehl verarbeitet.